Von links nach rechts: Marion Widany, Frauke Grove, Ingeborg Seidensticker, Birgit Fiene

Der Tod eines nahestehenden Menschen stellt Erwachsene wie Kinder vor große Herausforderungen und bringt oft viel Verunsicherung in das Leben. Erwachsene müssen den Alltag und die finanzielle Sicherung der Familie weiter aufrechterhalten und befinden sich im eigenen Trauerprozess. Kinder haben gemäß ihres Entwicklungsstandes ihr eigenes Verständnis von Tod und müssen auch ihr Leben in Schule, Kindergarten oder Ausbildung weiter gestalten.

In der Begleitung der Trauer von Kindern und Jugendlichen können deshalb die Eltern sowie das dazugehörige Umfeld schnell in eine überfordernde Situation geraten.

Kinder und Jugendliche brauchen in dieser Phase einfühlsame und verlässliche BegleiterInnen und ehrliche GesprächspartnerInnen, um den Verlust zu begreifen und sich in der veränderten Welt zurecht zu finden.

Die Kinder und Jugendlichen erhalten in den Gruppen die Möglichkeit andere Kinder mit gleichen Erfahrungen kennen zu lernen.

Hier kann ein geschützter Rahmen entstehen, in dem die Bearbeitung der Themen in der Trauer angesprochen und ausgesprochen sowie bearbeitet werden.

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Eine Kinder- und Jugendtrauergruppe bietet die Möglichkeit:

  • Fragen stellen zu können und nach Antworten suchen zu dürfen

  • eigene Gefühle zu verstehen, sich dieser bewusst zu werden, mit diesen umzugehen und diese auszudrücken und zuzulassen (Wut, Aggression, Angst…)
  • zu lernen und zu begreifen, dass Trauer ein Bestandteil des Lebens ist

  • eigener Trauer mit allen Sinnen zu begegnen

  • einen Umgang mit dem Gefühl Schuld in der Trauer zu finden

  • an einem geschützten und objektiven Ort so sein zu dürfen, wie man sich gerade fühlt

  • weinen zu dürfen und lachen zu können

  • auf Gleichgesinnte zu treffen – „Geteiltes Leid ist halbes Leid“

  • Vertrauen, Verlässlichkeit, Spaß im Umgang miteinander zu haben

  • Lebensmut und Lebensfreude wieder zu entdecken

  • Erinnerungsarbeit zu leisten, Rituale zu entwickeln

  • ein nicht belastendes Verbunden-sein mit dem Verstorbenen entwickeln zu können

  • neue Lebensperspektiven zu entwickeln
  • die eigene Identität und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten zu stärken

Die Betreuung, Begleitung und Vorbereitung der Gruppentreffen erfolgen durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die in der Kindertrauerarbeit qualifiziert worden sind.

Mit hauptamtlichen MitarbeiterInnen findet ein regelmäßiger inhaltlicher Austausch statt.

Die Qualität der Arbeit wird durch regelmäßige Supervisionen, Fortbildungen und Arbeitstreffen gesichert.

Die Gruppentreffen finden in den Räumlichkeiten des Hospiz-Vereins Bad Pyrmont statt. Die Einhaltung der Schweigepflicht ist selbstverständlich.

Die Teilnahme an der Kinder- und Jugendtrauergruppe ist kostenlos.

Wenn Kinder und Jugendliche trauern

Kinder und Jugendliche reagieren, wie auch Erwachsene, auf ihre ganz persönliche Art und Weise auf den Verlust eines lieben Menschen.

Die Reaktionen, die sie zeigen, können Erwachsene oft verunsichern.

Verschiedene Fragen beschäftigen und belasten Eltern und Bezugspersonen:

  • Muss ich als Vater oder Mutter stark sein?

  • Darf auch ich als Betroffene Gefühle zeigen?
  • Trauert mein Kind, wenn es weniger weint?
  • Wie viele Informationen braucht mein Kind?

  • Wie trauern Kinder überhaupt?
  • Ist es normal, wenn sich Jugendliche zurückziehen?

Wenn Sie zu diesen Fragen eine Beratung suchen, können Sie sich gerne an uns wenden. Zusätzlich können wir auch Einzelgespräche für Kinder- und Jugendliche anbieten.

Alle Angebote sind kostenfrei. Wir stehen Ihnen gerne für weitere Fragen zu Verfügung.

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